Es gibt Tage, an denen nicht das Programm entscheidet, welcher Stand zum Publikumsliebling wird, sondern das Thermometer. Der 19. Juni war so ein Tag. Bei brütender Hitze bildete sich vor dem Eisstand die längste Schlange des Nachmittags – und darin standen keineswegs nur Kinder. Der Bratwurststand hatte es deutlich schwerer. Am Grill war es an diesem Tag ohnehin kein Vergnügen: Hitze von oben und von unten ist keine Kombination, die man sich aussucht.



Ganz fair war der Wettbewerb allerdings nicht, und schuld daran waren wir selbst. Jedes Kind bekam zu Beginn eine Stempelkarte und ließ sich an den Stationen die Teilnahme bestätigen: Büchsenwerfen, Slackline, Torwandschießen, Stelzenlaufen, Sackhüpfen. Wer alle Stempel zusammenhatte, tauschte die volle Karte gegen eine Kugel Eis. Das Rennen war also entschieden, bevor der erste Gast das Gelände betrat. Bereut haben wir es keine Sekunde – nach dem Umweg über fünf Stationen schmeckte das Eis ohnehin doppelt so gut.
Dass ein solcher Nachmittag so entspannt abläuft, ist keine Selbstverständlichkeit. Förderverein und Elternrat planen das Fest jedes Jahr gemeinsam – von den einzelnen Stationen über die Stände bis zum Aufbau am Morgen und zum Abbau, wenn die letzten Gäste längst gegangen sind. Vor allem aber lebt es von den vielen Eltern, die trotz der Hitze mit angepackt haben, ohne dass man sie zweimal fragen musste. Dafür ein herzliches Dankeschön – und bis zum 26. Juni 2027!
